Modulgebäude oder Container?

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Modulgebäude oder Container?

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Babylonische Sprachvielfalt verwirrt

Modulbau, Systembau, modulares Bauen, modulare Raumsysteme, Raumzellen, Raumeinheiten, Systemgebäude … oder doch Container? Die kreativen Wortschöpfungen der Anbieter von modularen Baulösungen sind vielfältig – und oftmals verwirrend. Modular sind sie alle, doch im Grunde handelt es sich lediglich um zwei unterschiedliche Prinzipien:
System- bzw. Modulbau und Container.Modulbau bezeichnet die moderne Alternative zur herkömmlichen Bauweise. Statt Stein auf Stein werden individuelle Gebäude deutlich schneller Modul auf Modul errichtet – in absolut vergleichbarer Qualität. Der Begriff Container hingegen steht für Mobilität. Container sind standardisierte Einheiten, wodurch sich Logistik und Kombinierbarkeit vereinfachen. Obwohl in der Baubranche nahezu alles durch DIN-Normen, Gesetze und Vorschriften geregelt ist – eine einheitliche Sprachregelung gibt es leider nicht. „Die Bauherren, Architekten und Planer stehen einer Begriffsvielfalt gegenüber und wissen oftmals gar nicht, was genau gemeint ist“.

Modular klingt modern

Wie ist es aber zu erklären, dass es überhaupt zu den zahlreichen Sprachschöpfungen kam? Peter Dussl: „Auslöser waren sicherlich die klassischen Baucontainer aus den 1970er und 1980er Jahren,die in Sachen Komfort und Ambiente mit heutigen Büro- oder Wohncontainern nicht vergleichbar. Also suchte man in der Branche nach hochwertiger und treffender klingenden Alternativen.“

Peter Dussl: „Wir versuchen eindeutig zu kommunizieren, denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Begriff ‚Container’ im Markt zwar sehr gebräuchlich und dabei nicht gleichzeitig negativbehaftet sein muss. ‚Bürocontainer’ oder ‚Mietcontainer’ gehören zu den häufigsten Suchbegriffen, im Internet. Wir müssen also dem Container keinen anderen Namen geben, sondern dem, was hinter dem Namen bzw. dem Produkt steht, eine andere, bessere Qualität.“ Wie ist also der aktuelle Stand bei Containergebäuden? Was sind die Unterschiede zu damals? Wo liegen die Stärken?

Mobilität ist das Kennzeichen von Containern

Container sind nach Definition einfach zu transportieren, schnell aufgebaut, solide und stabil, universell und flexibel im Einsatz und rundum hochwertig vor Wind, Wetter und Korrosion geschützt. CONHOUSE Container bestehen aus einer massiven Stahlrahmenkonstruktion sowie hochwärme- und schallgedämmten Außen- und Innenwänden.

Die Container lassen sich äußerst vielfältig einsetzen: für Büro, Verwaltung, Bildung, Kinderbetreuung und natürlich auch für den Wohnbau. Der größte Vorteil von Containern sind ihre Mobilität und flexible Kombinierbarkeit. Es können bis zu 7-geschossige Gebäude mit z. B. 15, 100 der mehreren 1.000 m2 Geschossfläche erstellt werden. Die Grundrisse sind den Nutzungsanforderungen angepasst und die Raumgrößen durch Herausnehmen oder Versetzen der Innenwände und Türelemente variabel. Die verwendeten Materialien sind von hochwertiger Güte und zeitgemäßem Design, sie bieten mindestens die gleiche Qualität, Langlebigkeit und Energieeffizienz wie Gebäude in massiver Bauweise. Moderne, großflächige Markenfenster und eine optisch ansprechende, farblich frei gestaltbare Fassade ergeben ein attraktives Gesamtbild. Sowohl außen als auch innen – nichts erinnert mehr an herkömmliche Containergebäude. „Wir erhalten von unseren Kunden immer wieder das Feedback, dass sie sich in dem Ambiente wohlfühlen und die moderne kubusartige Architektur auf große Zustimmung stößt“.

Modular bauen – die moderne Alternative zur Massivbauweise

Während beim Container die Mobilität und der zumeist temporäre Einsatz im Vordergrund stehen, sind es bei der Modulbauweise das individuelle Architekturkonzept des Gebäudes. Modulgebäude sind daher in ihrer Zielsetzung nicht mit Containern zu vergleichen, sondern sie stellen vielmehr eine Alternative zur herkömmlichen Bauweise dar. Das heißt, Modulgebäude bieten, ebenso wie Container, mindestens die gleiche Qualität, Langlebigkeit und Energieeffizienz wie Gebäude in massiver Bauweise. Der große Unterschied: Modulgebäude werden bis zu 70 Prozent schneller fertiggestellt. Hinzu kommt eine 100-prozentige Termin- und Kostensicherheit, nicht zuletzt durch die gewerkeübergreifenden industriellen Fertigungsmethoden.

Diese Vorteile resultieren aus dem System: Die großvolumigen Module (bis zu 20 x 4,25 m, L x B) werden maßgenau in den Fertigungsstätten der Hersteller gebaut. Parallel dazu finden am Bauort vorbereitende Arbeiten statt, z. B. die Fundamenterstellung. Wenn die Module angeliefert werden, sind sie ab Werk bereits mit der kompletten Elektroinstallation sowie komplexen Heizungs-, Klima- und Lüftungssystemen ausgerüstet. Der weitere Innenausbau erfolgt in Trockenbauweise – was zusätzliche Zeitersparnis mit sich bringt. Die einzelnen Module bestehen dabei vornehmlich aus Stahlprofilen, die für die jeweils projektbezogene Statik und Stabilität sorgen. Dazu kommt ein Wandaufbau, der aus mehreren bauphysikalisch optimal aufeinander abgestimmten Ebenen besteht. Das Resultat sind hervorragende Dämmwerte bei gleichzeitig wesentlich schlankeren Wänden als in der konventionellen Bauweise, was einen Zuwachs an nutzbarer Fläche bedeutet.

Ebenfalls auf dem Vormarsch sind auch Modulgebäude in Holzbauweise.

Auch bestehende massiv errichtete Gebäude können von der Modulbauweise profitieren. Denn je nach Statik können aufgrund des geringeren Gewichts der Modulkonstruktion problemlos ein oder mehrere Stockwerke aufgesetzt werden.

Auch in puncto Umweltschutz und Nachhaltigkeit kann die modulare Bauweise überzeugen. Am Ende seines Lebenszyklus kann ein Modulgebäude nahezu komplett recycelt werden, da sich die eingesetzten Materialien sortenrein trennen lassen. Doch zuvor kann ein Modulgebäude dank seiner wenigen statischen Zwangspunkte sehr wirtschaftlich und flexibel umgebaut und so ohne großen Aufwand auch einer Neunutzung zugeführt werden.

 

Die modulare Bauweise, egal ob als Container- oder als Modulgebäude gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Voraussetzung ist dabei natürlich, dass nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden: also Modulgebäude mit Containern, denn nomen est omen.

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